Samstag, 20.08.2011: Ich saß im ICE 1208 von München nach Halle. Von dort ging es dann weiter nach Aschersleben. Das waren nun die letzten 660 km einer Reise, die ein Jahr dauerte und mich jetzt in meine „Heimat“ zurückgeführt hat. 344 Minuten, die ich meiner Meinung nach, woanders besser verbringen könnte...
Aber ich bin hier, hier in Deutschland, inmitten von Schilderwäldern, 50 km/h Ortsgeschwindigkeit, Pünktlichkeit und geschmierten Lunchpaketen. Ja, genau das hatte ich nicht vermisst. Deswegen ignorierte ich den Ortswechsel anfangs noch gerne und wunderte mich regelmäßig, wie viele Menschen in meiner Umgebung Deutsch sprechen, dass ich alle Schilder problemlos verstand und mich Leute etwas irritiert anstarrten, wenn ich „madloba“ sagte. Ich muss kurz nach meiner Ankunft schon echt verpeilt ausgesehen haben, so überwältigt vom reichhaltigen Imbissangebot. Das deutsche Essen war schon echt wieder ein Highlight. Wie gern ich Khatshapuri auch habe, aber eine Abwechslung tat echt mal wieder gut. Da bietet sich ein Abstecher im Hofbräuhaus in München natürlich an... ^^
Größtes Problem war: Das ganze Gepäck von Georgien nach Deutschland zu bekommen. Vorausschauend hatte ich ja schon 20 kg zusätzlich gebucht, doch würden die auch reichen? Diese Frage beschäftigte mich bis zum letztendlichen Check In. Einen Koffer und einen Reiserucksack galt es ins Flugzeug zu bekommen, allein der Koffer schlug mit 28,1 kg schon gut ins Gewicht. Nun kam der Rucksack an die Reihe: Tatsächlich, beides zusammen wog 39,9 kg!!! Welch ein Glück. Nun ist alles in meinem Zimmer verstaut, besonders der leckere, georgische Wein. So ist etwas Georgien auch im kleinen Aschersleben angekommen...
Nur in Aschersleben bin ich natürlich nicht. Nachdem ich in Georgien so mobil war, lasse ich mir das hier in Deutschland jetzt nicht nehmen. Da bietet sich das Nachbereitungsseminar ab Donnerstag ja für einen Abstecher in Berlin an, wovon es dann hoffentlich auch wieder was zu berichten gibt.
