Montag, 29. August 2011

Wenn ich wieder in Deutschland bin...

Samstag, 20.08.2011: Ich saß im ICE 1208 von München nach Halle. Von dort ging es dann weiter nach Aschersleben. Das waren nun die letzten 660 km einer Reise, die ein Jahr dauerte und mich jetzt in meine „Heimat“ zurückgeführt hat. 344 Minuten, die ich meiner Meinung nach, woanders besser verbringen könnte... 
 
Aber ich bin hier, hier in Deutschland, inmitten von Schilderwäldern, 50 km/h Ortsgeschwindigkeit, Pünktlichkeit und geschmierten Lunchpaketen. Ja, genau das hatte ich nicht vermisst. Deswegen ignorierte ich den Ortswechsel anfangs noch gerne und wunderte mich regelmäßig, wie viele Menschen in meiner Umgebung Deutsch sprechen, dass ich alle Schilder problemlos verstand und mich Leute etwas irritiert anstarrten, wenn ich „madloba“ sagte. Ich muss kurz nach meiner Ankunft schon echt verpeilt ausgesehen haben, so überwältigt vom reichhaltigen Imbissangebot. Das deutsche Essen war schon echt wieder ein Highlight. Wie gern ich Khatshapuri auch habe, aber eine Abwechslung tat echt mal wieder gut. Da bietet sich ein Abstecher im Hofbräuhaus in München natürlich an... ^^

Größtes Problem war: Das ganze Gepäck von Georgien nach Deutschland zu bekommen. Vorausschauend hatte ich ja schon 20 kg zusätzlich gebucht, doch würden die auch reichen? Diese Frage beschäftigte mich bis zum letztendlichen Check In. Einen Koffer und einen Reiserucksack galt es ins Flugzeug zu bekommen, allein der Koffer schlug mit 28,1 kg schon gut ins Gewicht. Nun kam der Rucksack an die Reihe: Tatsächlich, beides zusammen wog 39,9 kg!!! Welch ein Glück. Nun ist alles in meinem Zimmer verstaut, besonders der leckere, georgische Wein. So ist etwas Georgien auch im kleinen Aschersleben angekommen...

Nur in Aschersleben bin ich natürlich nicht. Nachdem ich in Georgien so mobil war, lasse ich mir das hier in Deutschland jetzt nicht nehmen. Da bietet sich das Nachbereitungsseminar ab Donnerstag ja für einen Abstecher in Berlin an, wovon es dann hoffentlich auch wieder was zu berichten gibt.

Dienstag, 16. August 2011

Der Koffer ist doch zu klein!


Jetzt ist es langsam soweit, meine Zeit in Georgien kann ich an einer Hand abzaehlen und als waere das nicht schlimm genug, steht nun auch das Unangenehmste an: Koffer packen. Tetris ist ja ein schoenes Spiel und sehr lehrreich, aber mir hat es beim Packen noch nie geholfen. Jetzt wo alles seinen Platz in einer Tasche erhalten soll, sehe ich erstmal, was in dem Jahr alles so in meinen Besitz gewandert ist. Und das ist nicht wenig!
Besonders heikel gestaltet sich das Einpacken empfindlicher Gegenstaende und diese sammeln sich schnell, wenn man in einem Weinland ist. ;-)
Also sitze ich jetzt hier schon ueber eine Stunde und versuche irgendwie meinen Kram in den extra fuer den Rueckflug gekauften Koffer und meinen Reiserucksack zu bekommen. Als Erinnerung: Ich kam mit 13 kg Gepaeck nach Georgien, fuer den Rueckflug habe ich 40 kg zur Verfuegung und hoffe, dass sie ausreichen.
Drueckt mir die Daumen, dass alles reinpasst und es den Transport nach Deutschland ueberlebt, sonst habe ich ab Freitag nur noch rote Kleidung. ;-)

Samstag, 13. August 2011

Urlaub, Urlaub, Urlaub

Und wieder ist so viel Zeit seit meinem letzten Beitrag hier vergangen. Aber auf den letzten Metern gibt es hier einfach noch so viel zu erleben, da faellt das Hinsetzen und schreiben schwer. Deswegen gibts jetzt nur mal kurz eine Uebersicht, was ich in dem letzten Monat so erlebt habe:

Ich war wiedermal in Yerevan und habe dort auf guten Partys mit netten Leuten entspannt. Ich muss sagen, nach meinem ersten Besuch war mir Yerevan nicht so sympatisch geblieben, Regen, Schnee und Kaelte im Winter machen eine Stadt auch nicht so attraktiv. Dieses Mal war das anders. Ueberall waren schoene Cafes, man konnte draussen an Brunnen sitzen und sich einfach die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Bei bestem Wetter schaffte ich es endlich, mir den Stadtkern anzuschauen und eine weite Runde zu laufen inklusive der Erklimmung der Kaskaden. Ausserdem habe ich in Yerevan endlich mal wieder Kaesekuchen essen koennen. Ein echtes Highlight und Plus fuer die Stadt. 
Mein Geburtstag fiel auch genau in die Woche Yerevan, sodass ich auf einer eigentlichen Abschiedsparty mit einer riesigen Geburtstagstorte ueberrascht wurde, die auch gleich in meinem Gesicht, aber spaeter trotzdem noch im Magen der Gaeste landete. Danke Franzi fuer die schoene Ueberraschung!
Ansonsten war ich noch schoen im Sevansee baden, dem groessten See des aktuellen Armeniens und der dritt groesste des historischen Armeniens und leider sehr kalt!
Einen Maedchenabend mit Gesichtsmaske, Film schauen und leckeren Wein gab es zum kroenenden Abschluss auch, dann hiess es wieder: Tbilisi!

In Tbilisi habe ich inzwischen keine Wohnung mehr, so wohne ich jetzt seit einem Monat wieder bei Teo und ihrer Familie in der staubigen Chiliani Strasse mit frischer Baustelle genau vor dem Fenster. Aber die Gesellschaft macht ja bekanntlich alles weg.
Und im Notfall flieht man einfach z.B. nach Racha. Dorthin fuhren wir letzte Woche und genossen eine Woche Abgelegenheit, Ruhe, Sonne und das gute Essen der Oma. Es ist echt Wahnsinn, ich habe noch nie jemanden echt den ganzen Tag kochen sehen. Dementsprechend gab es Chatschapuri, Lobiani, Chveseli, Mtzvadi, Tomaten, Gurken, Nusssuppe (der was das war), selbstgemachten Kaese und Jogurt, sowie selbstgebackenes Tonis Puri aus dem eigenen Ofen ohne Ende! 
Ich brauche jetzt erstmal eine Diaet. Und auch hier konnte ich wieder baden, dieses Mal in einem kleinen Bergfluss, der mit grossen Steinen, auf denen man sich sonnen konnte, ausgestattet war. Leider war mir vorher nicht klar, wie der Weg dorthin aussehen wuerde. Eine halbe Stunde lang hiess er bergab durch Schlamm und Dornenbuesche klettern. Das bei meinen Kletterkuensten. Dafuer gab es als Belohnung angenehm warmes Wasser und einen kleinen Sonnenbrand. J
Natuerlich durften Lagerfeuer und Wein auch nicht fehlen...
Danke an Teo und ihre Familie fuer die wunderschoene Woche und dafuer, dass ich schon wieder ihr Computerzimmer besetzen darf.

Ansonsten war ich noch etwas in Georgien unterwegs und geniesse ab jetzt die letzten Tage in Tbilisi. Naechste Woche heisst es schon: Das war es! Weg will ich natuerlich nicht, aber ich werde muessen. Also wenn ihr noch mehr wissen wollt, was in letzter Zeit hier so alles war, koennt ihr mich bald wieder persoenlich befragen. ;-)


Fotos wie immer hier .

Wo sind sie denn?