Vorletztes Wochenende ging es für mich in den Süden des Landes in die Region: Samtskhe Javakheti; Hauptstadt: Akhalzikhe. Und genau dort wohnt Martina, eine polnische Freiwillige, die uns netterweise bei sich aufnahm. Zu viert ging es am Freitagabend los, wie immer mit Marschrutka. Nach unserer Ankunft im dunklen Akhalzikhe ging es auch gleich in ein Restaurant, nach Martinas Aussage: „Das Beste der Stadt.“.
Und was war auch wirklich lecker. Gestärkt und erkundungsfreudig brachen wir am Samstagmorgen nach Vardzia, einer Höhlenstadt südöstlich von Akhalzikhe, auf. Dort wanderten und kletterten wir dann, anfangs noch von zwei sehr zutraulichen Hunden begleitet, durch das Massiv. Später stand uns dann ein Priester zur Seite. Er führte uns zu einer Wasserquelle mitten im Berg, wo wir dann „Heiratswasser“ tranken. Heiratswasser in dem Sinne, dass seine Wirkung wohl eine baldige Hochzeit nach dem Verzehr ist. Ich fand es schmackhaft und nahm mir gleich 1,5 l davon mit. Den Weg nach draußen wählten wir quer durch den Berg, sehr spannend wenn man nachtblind ist. ;-)
Bevor es zurück nach Akhalzikhe ging, schauten wir uns noch ein Frauenkloster irgendwo am Ende einer Straße im Nichts an. Die jüngste Nonne dort was gerade mal 25 Jahre alt. Was bewegt einen wohl, so früh ins Kloster zu gehen? Ich lasse die Frage hier mal offen.
Nach dem Kloster war unser Ausflug aber noch nicht zuende, nein, Maya hatte uns einen Geheimtipp gegeben: Mitten im Nirgendwo solle es eine Kirche der heiligen Nino geben. Warum nicht? Also auf ging, ab ins Taxi, raus aus der Stadt und über Feld- bzw. teilweise Graswege, an kleinen Bauerndörfern und Felswänden vorbei hoch in die Natur über Akhalzikhe.
Damit war der Tag und der Ausflug für mich leider auch schon vorbei, am nächsten Morgen trat ich die Rückreise nach Tbilisi an. Schön war der Ausflug und ich bin froh, endlich mal wieder eine andere Region Georgien sehen zu können.
