Teil 1:
03.01.11: Die etwas andere Hinfahrt und ein schöner Abend in einer Bar.
04.01.11: Besichtigung Yerevan, armenisches Neujahrsessen
05.01.11: Fahrt nach Khor Virap und Dvin
Teil 2:
06.01.11: Armenisches Weihnachten – Gottesdienst in Ejmiatzin und abends wieder unterwegs
07.01.11: Ausschlafen, Yerevan, Schlittschuhfahren
08.01.11: Fahrt nach Gyumri
09.01.10: Letzter Tag: Vernissage und Grand Candy!!! + Rückfahrt
Silvester
Ein frohes Neues wünsche ich euch allen! Ich hoffe, jeder ist gut reingerutscht. Ich auf jeden Fall, auch wenn ich nicht allen Partyeinladungen nachkommen konnte, die ich hatte, so habe ich doch 3/5 geschafft. Es war dadurch anfangs etwas hektisch, aber trotzdem überall sehr schön und ich konnte so gleich dreimal das typisch georgische Neujahresfest erleben. Ein Problem gab es dabei nur: das Essen! Egal auf welcher Feier, überall gab es viel zu viel zu Essen, wovon man auch alles probieren sollte. Das hatte ich vorher allerdings etwas verdrängt, sodass ich mich schon beim ersten Treffen maßlos überfutterte. Ein reichhaltig gedeckter Tisch bot einfach alles, was man wollte (Ente, Fisch, Chatchapuri, Lobiani, Salate und und und...). Dieses reichhaltige Angebot variierte im Laufe des Abends zwar etwas, aber viel war es immer und jedes Mal ziemlich lecker! Was es zum Essen so leckeres zu trinken gab, verrate ich hier aber nicht. ;-) Jedenfalls schaffte ich es dann doch noch, mich gegen 7 Uhr nach Hause zu rollen...
Viel Zeit zum Erholen blieb mir aber nicht, dann es sollte ja wieder weiter gehen...
03.10.2011: Anreise
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| Armenischer Sonnenuntergang |
Am Montag hatte ich dann vor nach Yerevan zu reisen und dort endlich die anderen Kulturweitfreiwilligen zu besuchen. Doch wie man es in Georgien schon kennt: Es läuft nichts nach Plan! Die Marschrutkas fuhren aus einem mir unverständlichen Grund an diesem Tag nicht (unverständlich in dem Sinne, dass ich die alte Frau, die wild mit ihren Armen wedelte und irgendwas auf Russisch dazu sprach, wieder nicht verstand). Aber der Zufall kommt einem meistens ja sehr gelegen, so entdeckten ein paar Reisende weiter mein Leid und teilten dieses, sodass wir uns ein Sammeltaxi nehmen konnten. Also ging es mit einem kleinen georgischen Taxi, darin gleich vier Nationen vertreten (Georgien, Türkei, Iran und Deutschland natürlich), zur georgisch-armenischen Grenze. Diese liegt mitten in der Einöde zwischen ein paar Bergen und auf beiden Seiten einem gemütlichen Dörfchen. Problem nur: Wir brauchten alle ein Visum, dass man in AMD (Armenischen Dram) zahlen muss und am besten passend, da nicht gewechselt wird. Natürlich hatte ich keine dabei und außer unserem iranischen Mitreisendem sonst auch keiner, so spendierte er uns erstmal allen das Visum. Anmerkung an dieser Stelle: Geld wechseln an der Grenze geht nicht, da sich in dem Dorf davor keine Möglichkeit dafür findet. Genau auf der Grenze zwischen beiden Ländern hinter der Schranke befindet sich eine Möglichkeit, allerdings braucht man das Visum, um hinter diese Schranke zu kommen, etwas doof. Egal, wir schafften es trotzdem alle. Weiter ging es also nach Yerevan. Eigentlich hatte ich geplant, am Hauptbahnhof rausgesetzt zu werden, da aber unser Taxifahrer keine Ahnung hatte, wo sich dieser befand, wurde ich mit zum Flughafen geschliffen. Von dort aus, würde ich mich bei den anderen Freiwilligen melden und schon eine Möglichkeit finden, in die Stadt zu kommen. Allerdings gab es auch an diesem Plan wieder einen Haken: Weder meine georgische noch meine deutsche Simkarte hatten in Armenien Empfang. Unser netter Iraner, der uns schon an der Grenze den Hintern gerettet hatte, aber dafür auch die restliche Fahrt nicht davon abließ, uns auf schlechten Englisch zu erklären, dass die iranischen Frauen die Schönsten der Welt wären und so weiter, kam mir auch hier wieder zu Hilfe. Er hatte als Einziger eine armenische Simkarte dabei, die nur noch etwas Geld brauchte und es konnte losgehen. Also genoss ich noch etwas den Flughafen in Yerevan und ein Gespräch auf Georgisch mit dem Taxifahrer, bis ich schließlich aufgesammelt wurde. Gott sei Dank angekommen, darauf erstmal einen leckeren Cocktail...
04.01.2011: Besichtigung Yerevans und ein armenisches Neujahresessen
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| Blick von den Kaskaden |
Am nächsten Tag ging es dann erstmal an die Besichtigung Yerevans, also z.B. erstmal im Nebel halb die Kaskaden hochgelaufen (der ganze Weg hätte sich bei der mangelnden Sicht ja nicht gelohnt :-)) und auf dem Platz der Republik die Reste des Neujahresfestes anschauen.
Nach einem schnellen Kirchenbesuch ( ja, von denen gibt es auch in Armenien genug) kam dann der Hauptpunkt des Tages: Ein traditionelles Neujahresessen bei einer armenischen Familie. Unsere Gastgeber waren echt total nett und die ganze Zeit um unser Wohl besorgt, sodass ich nach den gefühlten 15 Gängen mehr als satt war... Die Hälfte von uns folgte dann einer weiteren Essenseinladung, die andere Hälfte, zu der auch ich gehörte, ging nach Hause und führte lange, interessante Gespräche bei Tee und Schokolade. Man kann sich vorstellen, wie die Anderen vom zweiten Essen nach Hause kamen und an dem Abend nichts mehr, was nur entfernt mit Bewegung zu tun hatte, möglich war. So wurden die Aktivitäten auf den nächsten Tag verschoben...
05.01.2011: Khor Virap und Dvin
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| Ich beim Klettern im Kloster |
Dieser führte mich zum ersten Mal raus aus Yerevan nach Khor Virap, einem alten Kloster im Süden des Landes, indem einem der „Kirchenvater“ Gregor 15 Jahre in einem Loch eingesperrt gewesen sein soll, bevor er den Herrscher, der ihn einst einsperrte, heilte und zum Dank freigelassen wurde, sodass er im ganzen Land Kirchen errichten konnte. Die Geschichte klingt schon ultra spannend, passend zu der Fahrt zur Kirche. Ursprünglich war geplant, eine Marschrutka bis genau vor die Tore unseres Zieles zu nehmen, es gab aber keine, also nahmen wir auf Anraten eines Armeniers einen Bus bis mitten in die Pampa einige Kilometer vor der Kirche. Dieser wollte uns auch noch in sein Heim einladen, nachdem er aber langsam anfing, uns etwas unheimlich und sehr unangenehm aufzufallen, hielten wir das nächste Taxi an (ja, mitten im armenischen Nirgendwo fahren auch Taxen) und ließen uns schnell zur Kirche bringen. Dort stand dann eine etwas andere Touribesichtigung an. In Deutschland undenkbar: ein 10 m tiefes Loch, in das man ohne Sicherung oder Menschen in der Nähe über eine alte, wacklige, rostige Leiter steigt. Ja, wir haben es gemacht. Wie das so etwa aussah, vermitteln die Bilder, die der Philipp mir netterweise gesponsert hat, da ich mit anderen Sachen beschäftigt war, als Fotos zu machen. Aber spannend war es trotzdem, deswegen kletterten wir auch aus Spaß gleich zweimal, gegenüber des großen Loches befindet sich nämlich noch ein kleineres, das „Kinderloch“, in das man eher kriechen muss, aber es auch nicht so tief runter geht. In die Kirche vor Ort gingen wir natürlich auch noch, an dieser hing auch gleich ein nettes Schild, dass auf die dortige Kopftuchpflicht hinwies, die übrigens nicht in allen armenischen Kirchen besteht, jedenfalls in den meisten, die ich sah, nicht. Vor dem Rückweg gab es dann auf dem Hügel neben der Kirche noch einen leckeren Gipfelkeks und weiter ging es. Da uns das Taxi nach Artashat? zu teuer war, entscheiden wir uns bei gefühlten -10°C mitten durch das armenische Nirgendwo zu latschen und einfach zu hoffen, das irgendwann mal eine Marschrutka vorbeikommt. Letztendlich sammelte uns 100 m vor dem uns schon bekannten Dörfchen mit dem „netten“ Armenier ein Kleinbus auf und brachte uns zur Hauptstraße, wo wir bezahlbare Taxen fanden. In Artashat stiegen wir noch in einen Bus, der uns nach Dvin brachte, wo eine archiologische Ausgrabungsstädte liegt, die wir aber völlig durchgefroren und nach einer weiteren Wanderung aufgaben zu finden. Im Sommer soll sie jedenfalls sehr schön sein, berichtete mir am Abend der Reiseführer. Naja, welcher Depp kommt schon auf die Idee, im Januar nach Armenien zu fahre? ;-) Der Rückweg war dann wieder vom Glück gesegnet. Völlig erschöpft an der Hauptstraße angekommen, sahen wir einen Bus vorbeifahren, den wir mit schreien und winken doch anhielten. Erst als wir darin saßen bemerkten wir, dass dieser eigentlich schon gar nicht mehr regulär fuhr, der nette Mann schien Feierabend zu haben. Trotzdem nahm er uns mit und beorderte nacheinander Philipp und Rieke zu sich vor, um sich mit ihnen auf Armenisch zu unterhalten. Dazu muss gesagt sein: Philipp versteht genauso viel Armenisch wie ich. :-) Jedenfalls setzte er uns irgendwo in einem kleinen Dorf raus und organisierte auch gleich eine Marschrutka nach Yerevan. Was mich verwunderte: In armenischen Marschrutkas dürfen nur Männer vorne neben dem Fahrer sitzen, Frauen müssen nach hinten, was ich von Georgien nicht so kannte, da ist ja meistens egal. Völlig fertig, aber glücklich kamen wir dann in der warmen Wohnung wieder an, wurden noch lecker bekocht und fielen schließlich tot ins Bett...
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| Ich, Franzi, Rieke und Laure (von oben links) |
na du hast ja so einiges erlebt ; ) klingt aufregend : )
AntwortenLöschenhey große!
AntwortenLöschenist extrem schön zu wissen das es dir gut geht auf der anderen seite bin ich stark positiv überrascht nichts gegen dich aber dein charackter so wie ich dich damals kennengelernt habe hätte nie vermuten lassen das du dich einmal auf eine solche reise einlässt mehr sag ich jetzt auch nicht nur eventuell soviel das du wohl ziemlich stolz auf dich sein kannst!
ganz liebe grüße aus aschersleben;)
ron und trixi